„Sie hat eine eindrucksvolle Bildsprache. Man findet sich so schnell in ihrer Rede wieder – phantastisch!”
Christian Stein-Kalesky / Queens Moat Houses Hotel GmbH
Vor anderen reden? Nein! Undenkbar.
Ich war als Kind, Jugendliche und junge Erwachsene so schüchtern, dass ich mich kaum traute zu einem fremden Jungen „Hallo“ zu sagen. Die Schüchternheit sorgte auch dafür, dass ich erst mit 19 wagte still und heimlich Gesangsunterricht zu nehmen, obwohl mein Talent schon mit 14 entdeckt wurde. Und erst mit 24 bewarb ich mich bei einem Gesangswettbewerb. Das erforderte im ersten Schritt nicht viel Mut, da ich nur eine Kassette einreichen musste. Dann bekam ich aber den kleinen Brief, der besagte, dass sie mich in der Endrunde sehen wollten. Das bedeutete: Live vor der Jury und dem Publikum singen.
Jury des Grauens
Sie haben keine Vorstellung, was ich für Ängste hatte. Was ziehe ich an? Wie schminke ich mich? Wo finde ich eine Pianistin? Was singe ich? Ich entschied mich für drei völlig unterschiedliche Lieder. Eins von Tori Amos, eins von Barbra Streisand und ein Musical-Song. Als ich schließlich an der Reihe war, hatte ich schweißnasse Hände. Vor allem, weil ich vorher noch erfahren hatte, dass ein Jurymitglied Tori Amos managte, wenn sie in Deutschland war. Ich hatte so einen Respekt, dass ich den Text vergessen könnte, dass ich mir die Noten auf den mitgebrachten Notenständer stellte. Die Jury war entsetzt. Beim ersten Song klappte es noch ohne einen Blick auf die Noten zu werfen, aber beim zweiten schob ich erst mit dem Fuss und dann mit der Hand die Noten immer näher an mich heran und sang ab. Das dritte Lied wollten sie dann schon gar nicht mehr hören.
And the winner is
Zwei Stunden hatte sich die Jury beraten und als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, saßen alle Teilnehmer im Saal und auch die Jury und viele Angehörige. Ich saß neben meiner Pianistin und meiner Mutter. Als der dritte Platz aufgerufen wurde, drückten wir uns die Daumen ... aber ... Nichts! Jemand anderer gewann den dritten Platz. Dann wurde gesagt, dass dieser in diesem Jahr zweimal vergeben wird. Wieder Daumen drücken, angstvoll nach vorne schauen, hoffen, bangen ... wieder nicht mein Name. Beim zweiten Platz wiederholte sich das ganze. Danach ... schauten wir drei uns an und entspannten uns. Wir waren uns einig, dass ein junger, blonder Jazzsänger den ersten Platz gewinnen würde. Vor der Nennung des ersten Platzes wurde eine dramatische Pause gemacht ... die lang war ... und noch länger wurde ... aber wir waren entspannt. In dem Moment wurde mein Name genannt.
Isabel García
Ich vergass aufzuspringen. Mir schossen die Tränen in die Augen, ich war fassungslos. Wie konnten die anderen mich so gut finden, wenn ich doch so unsicher war?! Dies war und ist immer noch einer der schönsten und glücklichsten Momente in meinem Leben!
Heute werde ich bei meinen Vorträgen über Rhetorik oft gefragt: „Frau García, muss man Ihr Selbstbewusstsein besitzen, um so überzeugend vor anderen reden zu können?“
Die Antwort lautet: Nein! Sie dürfen auch schüchtern sein. Bleiben Sie, wie Sie sind. Ich verrate Ihnen in meinen Büchern, Hörbüchern, Vorträgen und Podcasts wie Sie überzeugend reden können: ohne störendes Lampenfieber und mit viel Präsenz.
Wenn ich es lernen konnte, dann können Sie es auch!
„ ... Es ist schwer, sich dem Charme dieser Stimme zu entziehen. Isabel García trifft perfekt den Ton und wirkt dabei überhaupt nicht gekünstelt wie so manch anderer Rhetoriker ...“
Mark Hübner-Weinhold / Hamburger Abendblatt









