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Porsche im Hals


Von standardisierten Rhetorik-Seminaren hält die Hamburger Kommunikations-Expertin Isabel Garcia nichts. Von richtiger Wahrnehmung und Typisierung der Redner-Persönlichkeit jedoch viel. LTO-Autorin Gil Eilin Jung sprach mit der Buchautorin von „Ich rede!” über Kommunikationsfallen, Fluchtwege aus akuten Vortragskrisen, dumme Zwischenrufe und perfekte Reden. mehr...

LTO: Frau Garcia, den meisten Menschen fällt es schwer, vor mehr als sechs Leuten zu sprechen. Was hindert uns daran, frei von der Leber zu reden?

Garcia: Da spielen Selbstzweifel und mangelndes Selbstbewusstsein mit. Wenn wir vor mehreren Menschen reden, spüren wir, wie wenig Vorstellung wir von unserem Auftritt haben. Wie klang meine Stimme? Wie viele Pausen habe ich gemacht? Wie war meine Körpersprache? Viele wissen oft nicht, was sie in Situationen, in denen sie überzeugt haben, richtig gemacht haben. Wenn ich das nicht bewusst wahrnehme, kann ich das auch nicht reproduzieren.

LTO: Einer der Schlüsselbegriffe, den Sie in Ihrem neuen Buch verwenden, ist die „Persönliche Ansprechhaltung”. Was verstehen Sie darunter?

Garcia: Wenn einem die Vorstellung, vor einer größeren Anzahl von Zuhörern reden zu müssen, Unbehagen auslöst, rate ich dazu, den Blickkontakt zu einer Person herzustellen und diese Person gezielt anzusprechen. Nach einigen Sätzen wechseln Sie über zu einem anderen Zuhörer und setzen das in großer Ruhe fort, wie in einem Vier-Augen-Gespräch. Man muss keinen Augenkontakt zu allen herstellen wie ein hyperaktiver Suchscheinwerfer. Das Schöne ist: wenn einer zu kritisch schaut, blick ich einem anderen in die Augen. Ich habe ja die Auswahl!

Das vollständige Interview finden Sie hier.